Schweizerischer Nutzfahrzeugverband
Association suisse des transports routiers
Associazione svizzera dei trasportatori stradali
Sektion Schwyz / Uri

Generalversammlung vom 17. April 2026

GV Sektion Schwyz/Uri: Für mehr Solidarität innerhalb des Verbands

Umgeben von der gewaltigen Urner Bergkulisse fand vergangenen Freitag die 47. Generalversammlung der Sektion Schwyz/Uri der ASTAG statt. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und stellte zudem die erste unter neuer Führung dar. Peter Wipfli, der seit der letzten Generalversammlung sein Amt als Präsident ausführt, begrüsste rund 70 Teilnehmende im Restaurant Company Lodge in Seedorf.

Vorprogramm: Zu Besuch beim Wikkelhouse
Im Vorfeld der eigentlichen Versammlung fand in Flüelen ein fakultatives Vorprogramm statt. Die Teilnehmenden wurde in die Welt des autarken Lebens geführt, mit einem Besuch bei der Wikkelhouse Switzerland. Diese aus Schiffssperrholz gebauten Häuser bieten eine gemütliche Alternative zu den gängigen Tiny Houses und begeistern durch ihre Langlebigkeit und Flexibilität.

Im Rahmen des Vorprogramms führte Pelin Karamustafaouglu durch die Entstehungsgeschichte, den Aufbau des Wikkelhouses und durch die Zukunftsvisionen des Projekts. Im Anschluss daran gab es eine Führung durch ein Vorzeigemodell sowie Einblicke in die enorme Werkstatt.

Die Location
Das Restaurant Company Lodge in Seedorf ist ein ansehnliches und gemütliches Etablissement direkt neben dem geschichtsträchtigen Altdorf. Umgeben von warmen Lichtern durfte ein vorgängiges Apéro genossen werden, wo bei heiterer Stimmung die ersten Austausche stattfanden.

Das Essen
Mit einem bunten Blattsalat an einer Papaya Vinaigrette wurde das festliche Mahl eingeläutet, gefolgt von einem Schweinsfiletmedaillon im Speckmantel mit echter Urner Honigsauce und einem leckeren Kartoffelgratin. Den Abschluss des Essens bildete ein Schokoladenkuchen mit Sauerrahmglace.

Die Ansprache des Präsidenten
Peter Wipfli begrüsste die rund 70 Teilnehmenden in der Company Lodge mit einem Rückblick auf das vergangene Jahr. Über 2000 Schülerinnen und Schüler durften im Rahmen der Toten-Winkel-Schulung ausgebildet werden, eine Tatsache, die sowohl bei den Eltern, bei den Lehrpersonen, aber vor allem auch bei den Kindern mit sehr positiver Energie beantwortet wurde. Damit trägt die Sektion Schwyz/Uri zu einer erhöhten Verkehrssicherheit bei. Auch im Rahmen des Ferienpass-Programms durften teilnehmende Kinde einen Tag lang mit dem Lastwagen fahren, was einen wesentlichen Beitrag zur Nachwuchsförderung in den Kantonen Schwyz und Uri darstellt.

Das gab zu reden
Franco Digirolamo, Mitglied der Geschäftsleitung der ASTAG übernahm im Anschluss das Wort. Er berichtete unter anderem über die SwissSkills und das offene Anmeldefenster für die potenziellen Kandidaten. Auch ASTAG Charge, die verbandsinterne Lösung für eine bessere Nutzung der vorhandenen Ladeinfrastruktur der Mitglieder wurde aufgegriffen. Zudem will die Geschäftsstelle in Bern in Zukunft noch näher an die Sektionen, insbesondere kleinere wie die Sektion Schwyz und Uri herantreten.

Thierry Burkart, Zentralpräsident der ASTAG, fand im Anschluss an Franco starke Worte. Er berichtete vor allem aus der politischen Welt und zeigte auf, wo sich die ASTAG auf politischer Eben für die Transportbranche einsetzt. Insbesondere die LSVA, bei der man sich im Moment gerade auf der Zielgeraden befindet und deren Ausgang jetzt in der Ständeratskommission steht, war ihm ein besonderes Anliegen. Die LSVA zu verteuern, wird laut Burkart keine wesentlichen Änderungen mit sich bringen und das Problem nur verschärfen. Auch die Thematik der Ladepolitik beschäftigt die Geschäftsstelle und den Vorstand der ASTAG sehr, und die Probleme liegen nicht innerhalb der Schweiz, weshalb eine strengere Politik innerhalb der Schweiz auch keine wesentlichen Veränderungen mit sich bringen wird.

Auch die Stausituation beschäftigt den Vorstand sehr: Durch die Ablehnung der STEP-Abstimmung im November 2024 ist die Güterversorgung nicht mehr gewährleistet. Der Zentralpräsident findet hierzu aber starke Worte: Mit kleinen Schritten möchte man langsam zum Ziel kommen und verhindern, dass man erneut vor dem Volk abgeschmettert wird. Insofern ist die Devise der Politik: Lieber langsam ans Ziel als schnell in die Wand.

Thierry Burkart appelliert zum Schluss an die Mitglieder des Verbands: Die Solidarität innerhalb des Verbands soll verstärkt werden, denn nur gemeinsam kommen wir ans Ziel!